Haiangriff in Ägypten : in Hurghada & Marsa Alam 2027
Wer eine Reise ans Rote Meer plant, stößt bei der Recherche fast unweigerlich auf Schlagzeilen zu einem Haiangriff in Ägypten. Verständlich — solche Meldungen sind beunruhigend, und sie werfen berechtigte Fragen auf: Wie sicher ist Hurghada, wie sicher ist Marsa Alam? Was ist tatsächlich passiert, und was können Sie selbst tun, um Ihr Risiko auf ein Minimum zu senken?
Dieser Ratgeber von Pharao Rundreisen ordnet die dokumentierten Vorfälle sachlich ein, erklärt, warum sie geschehen, und gibt Ihnen konkrete Verhaltensregeln für einen sicheren Aufenthalt am Roten Meer im Jahr 2027.

Tödliche Haiangriffe sind in Ägypten real, aber extrem selten — über Jahrzehnte und Millionen von Badegästen hinweg lassen sich nur eine Handvoll dokumentierter, tödlicher Vorfälle zählen. Nahezu alle ereigneten sich außerhalb bewachter Hotelstrände, oft in tiefem, offenem Wasser. Mit den richtigen Verhaltensregeln lässt sich das Risiko weiter senken.
📑 Inhaltsverzeichnis
Die dokumentierten Vorfälle im Überblick
Über die Jahre wurden am Roten Meer mehrere tödliche Haiangriffe öffentlich bekannt und von internationalen Medien bestätigt. Hier die wichtigsten, belegten Fälle im Überblick:
| Datum | Ort | Kurzbeschreibung |
|---|---|---|
| 29.12.2024 | Marsa Alam | 48-jähriger italienischer Tourist tödlich verletzt, ein 69-jähriger Begleiter verletzt; Vorfall in tiefem Wasser außerhalb der ausgewiesenen Badezone |
| 08.06.2023 | Hurghada (Dream Beach) | 23-jähriger russischer Tourist nur wenige Meter vom Ufer entfernt tödlich angegriffen |
| 2022 | Hurghada | Zwei tödliche Angriffe innerhalb weniger Tage (österreichische und rumänische Touristin) |
| 2018 / 2015 | Rotes Meer | Je ein tödlicher Angriff auf einen tschechischen (2018) und einen deutschen Touristen (2015) |
| 2010 | Sharm El-Sheikh | Serie von 5 Angriffen in 5 Tagen; ein Todesopfer, vier Verletzte |
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern zeigt die öffentlich am besten dokumentierten Fälle. Wichtig für die Einordnung: Über die genannten rund 15 Jahre hinweg standen diesen Einzelfällen jährlich mehrere Millionen Badegäste am Roten Meer gegenüber.

Marsa Alam Dezember 2024 – Welches Hotel war betroffen?
Diese Frage — „Haiangriff Marsa Alam, welches Hotel?“ — wird besonders häufig gesucht. Die ehrliche Antwort: Der Vorfall vom 29. Dezember 2024 wurde keinem einzelnen Hotel zugeordnet. Nach übereinstimmenden Medienberichten ereignete er sich in tiefem Wasser außerhalb der offiziell ausgewiesenen Badezone im nördlichen Bereich von Marsa Alam. Die beiden verletzten Touristen wurden ins Krankenhaus von Port Ghalib gebracht, das rund 50 Kilometer nördlich von Marsa Alam liegt — was zeigt, wie groß die betroffene Region tatsächlich ist, und wie wenig sich der Vorfall auf ein einzelnes Resort eingrenzen lässt.
Der Gouverneur des Roten Meeres ordnete daraufhin ein Schwimm- und Schnorchelverbot für einen Küstenabschnitt zwischen Port Ghalib im Norden und der Marina Marsa Alam im Süden an — vor allem für Bereiche in der Nähe von Landungsstegen und ab einer Wassertiefe von einem Meter jenseits dieser Stege. Diese Sperrung war eine Vorsichtsmaßnahme entlang eines größeren Küstenabschnitts, keine Feststellung, dass ein bestimmtes Hotel unsicher gewesen wäre.
Hurghada 2023 – Was ist am Dream Beach passiert?
Der bekannteste Haiangriff in Hurghada ereignete sich am 8. Juni 2023 am Dream Beach im südlichen Teil der Stadt. Ein 23-jähriger russischer Tourist wurde nur wenige Meter vom Ufer entfernt von einem Hai angegriffen und tödlich verletzt — vor den Augen seines Vaters und weiterer Badegäste. Die Behörden fingen das verantwortliche Tier später am selben Tag zur Untersuchung ein und sperrten den betroffenen Küstenabschnitt vorübergehend.
Ortsansässige aus der Tourismusbranche brachten den Vorfall unter anderem mit der unsachgemäßen Entsorgung von Essensresten (etwa Schafkadaver) im Meer in Verbindung, die Haie näher an die Küste locken kann. Genau aus diesem Grund gehört das Verbot der Fütterung von Meerestieren heute zu den zentralen Sicherheitsmaßnahmen entlang der Touristenküste.
Ist die Lage 2026/2027 aktuell entspannt?
Nach dem Vorfall vom Dezember 2024 haben die ägyptischen Behörden ihre Überwachung entlang der Küste sichtbar verstärkt: schnellere Reaktionsprotokolle bei Sichtungen, strengere Kontrollen gegen das Verklappen von Essensresten durch Boote, sowie eine engere Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen zum Schutz der Riffe und zur Beobachtung des Verhaltens größerer Meeresbewohner. Für die Reisezeit 2026/2027 gilt: Bewachte Hotelstrände mit klar markierten Bojenzonen bleiben die mit Abstand sicherste Option zum Baden und Schnorcheln — genau dort haben sich die dokumentierten schweren Vorfälle der letzten Jahre nicht ereignet.
Da sich die Sicherheitslage kurzfristig ändern kann, empfehlen wir, vor Reiseantritt stets die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Ägypten sowie die Informationen Ihres Reiseveranstalters zu prüfen.

Warum kommt es überhaupt zu Angriffen?
Haie betrachten Menschen nicht als natürliches Beuteschema. Die wenigen dokumentierten Angriffe im Roten Meer lassen sich fast immer auf konkrete, identifizierbare Faktoren zurückführen:
Marsa Alam & Hurghada: Wie gefährlich sind Haie wirklich?
Im Roten Meer leben zahlreiche Haiarten — die meisten davon für Menschen ungefährlich und bei Tauchgängen sogar ein gesuchtes Highlight. Nur wenige Arten wurden mit ernsthaften Vorfällen in Verbindung gebracht, insbesondere der Tigerhai, der in beiden großen dokumentierten Fällen (Hurghada und teils frühere Vorfälle) eine Rolle spielte. Graue Riffhaie, Ammenhaie und der Walhai — der größte Fisch der Welt und ein reiner Planktonfresser — gelten hingegen als harmlos und werden von erfahrenen Tauchern regelmäßig respektvoll aus der Nähe beobachtet.
Die Frage „ist Marsa Alam gefährlicher als Hurghada“ lässt sich so beantworten: Beide Regionen liegen am selben Meer mit denselben Grundrisiken. Marsa Alam liegt näher an tieferen, offenen Gewässern und zieht dadurch auch größere Meeresbewohner an — was es zugleich zu einem der besten Tauchziele Ägyptens macht. Für gewöhnliche Hotelbadegäste innerhalb bewachter Zonen ist das Risiko in beiden Regionen vergleichbar gering.
10 Verhaltenstipps für einen sicheren Aufenthalt

So sorgt Pharao Rundreisen für Ihre Sicherheit
Bei allen Wassersport- und Schnorchelausflügen, die wir organisieren, begleitet Sie ein erfahrener, zertifizierter Bootsguide, der die aktuellen Sicherheitshinweise, Riffbedingungen und lokalen Bestimmungen kennt. Wir wählen Ausflugsziele bewusst so, dass sie innerhalb etablierter, überwachter Zonen liegen, und passen unsere Touren bei Bedarf kurzfristig an aktuelle Sicherheitshinweise der Behörden an.
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